← Alle Artikel

Ich kann mich hier an der Klinik frei entfalten

Stephanie Staude-Keywan, Physiotherapeutin an der Klinik an der Weißenburg

Stephanie Staude-Keywan ist Physiotherapeutin und seit drei Jahren in der Klinik an der Weißenburg beschäftigt. Sie ist nicht zum ersten Mal hier angestellt. Warum sie zurückkehrte und gerne hier arbeitet, berichtet sie im Interview.

Was war der Anlass für deine Bewerbung hier an der Klinik an der Weißenburg?

Ich wollte mich beruflich verändern. Ich bin ja schon einmal hier gewesen. Während meiner Ausbildung habe ich hier sechs Monate lang ein Praktikum absolviert. Ich hatte damals schon schöne Erfahrungen gemacht. Da habe ich mir gesagt: Mensch, das wäre eigentlich so ein Ziel, hier wieder herzukommen, weil halt auch sehr viele Kollegen von damals noch da sind. Das zeichnet eine gute Klinik auch aus, wenn da nicht ständig Personalwechsel sind. Das hat mir sehr imponiert.

Wie sieht deine Bilanz nach deinen drei Jahren hier aus? Was gefällt dir besonders?

Das ist tatsächlich das Arbeiten mit unseren Patienten. Sie geben uns Therapeuten so viel zurück. Man hat da oft nicht den Blick im Alltag, weil die Pläne sehr voll und eine Menge an Patienten zu behandeln sind. Aber zwischen den Therapien gibt es immer wieder Momente, in denen die Patienten so dankbar dafür sind, dass sie hier sind, dass ihnen geholfen wird und auch wie wir ihnen helfen.

Was tust du denn ganz persönlich für das Wohlergehen der Patienten?

Ich bin eine sehr aktive Therapeutin. Ich mache viel mit Musik. Ich habe vor einem Jahr als Freizeitangebot einen Trommelkurs für unsere Patienten eingeführt. Diese eine Stunde, in der sie sich auf den Rhythmus konzentrieren, einfach nur Spaß haben, lachen, eigene Moves ausprobieren, lässt sie sogar manchmal den Schmerz vergessen. Sie sind einfach in einer anderen schönen kleinen Welt. Vielleicht kommen Erinnerungen an frühere Zeiten zurück, an die Musik von damals, ans Tanzengehen. Das ist dann immer sehr bewegend. Manche kommen nach dem Kurs und sagen: „Oh, das war heute total toll. Es war anstrengend, ich habe geschwitzt, aber ich hatte wahnsinnig viel Spaß." Wir schauen einfach, was geht, und das zeigen wir den Patienten auch. Über die vermeintlichen Grenzen zu gehen ist ja eigentlich auch unser verstecktes Ziel. Einen Tag später sagen dann eigentlich immer alle: „Oh ja, ich habe heute schon Muskelkater. Ich sehe, dass ich was machen muss."

Du bist ja ganz schön rührig. Ist dein Arbeitgeber, also die Klinik, offen für deine Ideen?

Ja, absolut. Ich habe nie Ablehnung erfahren. Der hat gesagt: „Ja, du kannst dich da entfalten." Die Klinik findet das gut und unterstützt mich. Das ist natürlich großartig, weil ich all die Dinge, die ich als Physiotherapeutin im Fitness-Studio zum Beispiel gelernt habe, hier auch anwenden kann. Ich biete jetzt ebenfalls Pilates an. Natürlich angepasst an die Patienten. In die Kurse verirren sich auch hin und wieder Männer. Das ist toll und freut mich immer.

Ich mache auch Nordic Walking im Haus. Da müssen halt grundlegende Sachen beachtet werden. Kann man das Gelände verlassen oder nicht? Wo kann ich mich dann hinbewegen und wohin nicht? Das haben wir alles systematisch eingeführt. Darüber bin ich froh. Es ist großartig zu sehen, wenn die Patienten, die lange Zeit da sind, Fortschritte machen. Ich hatte heute so einen kleinen Gänsehautmoment, als der eine Patient gesagt hat: „Jetzt schaffe ich endlich die Runde mehr."

Viele eurer Patienten kommen ja öfter her. Was sagen die denn so über euch?

Unsere Wiederholungstäter, wie ich sie gerne nenne, kommen immer gerne zurück und sagen dann: „Es hat uns so gefallen. Es hat uns so gutgetan." Wir alle hier in der Klinik können uns auf die Schulter klopfen. Wenn unsere Patienten hier rausgehen und anderen ans Herz legen: „Geht doch in die Klinik an der Weißenburg. Da ist es so schön, da ist es familiär, da wird ganz individuell auf euch eingegangen." Das hört man sehr häufig, das liest man auch sehr oft in den Rezensionen. Und wenn dann immer positive Empfehlungen kommen, ist das das beste Statement, was Patienten uns geben können. Manchmal bekommen wir auch Schokolade, aber eine positive Bewertung ist viel schöner für uns, muss ich sagen. Die Schokolade ist schnell aufgegessen.

Meinst du, dass es sich lohnt, sich hier als Physiotherapeut zu bewerben? Du machst ja einen ganz glücklichen Eindruck.

Natürlich, das würde ich sofort unterschreiben. Es ist lohnenswert. Ich kann ja nur für unsere Physiotherapie sprechen: Egal, ob wir mal ein kleines bisschen unterbesetzt sind, Krankheitsausfälle oder Urlaubszeit haben — das Team hält zusammen. Das spricht für sich. Hier macht nicht jeder seins, sondern schaut auch mal zur Kollegin: Mensch, du hast da heute so viel! Kann ich dir helfen? Kann ich dir was abnehmen? Das funktioniert hier wirklich. Alle stehen füreinander ein, greifen zu, wenn es notwendig wird, schauen aufeinander. Das ist gelebte Teamarbeit. Wir sind ein kleiner, aber ein lustiger Weiberhaufen. Aber vielleicht kriegen wir bald noch einen Mann dazu.

← Zurück zum Blog